So machst du dein Kind bereit fürs Sprachcamp

So machst du dein Kind bereit fürs Sprachcamp

Das wichtigste: Ein Sprach- oder Feriencamp ist eine enorme Chance für dein Kind: neue Freundschaften aus der ganzen Schweiz und darüber hinaus, sprachliche Fortschritte in einem Umfeld, das nichts mit klassischer Schule zu tun hat, Abenteuer in der Natur und Erinnerungen fürs Leben.
Aber hier liegt der Knackpunkt: Zwischen dem, was du rational weisst, und dem, was dein Kind emotional fühlt, liegt manchmal eine ganze Welt. Sorgen sind normal, sogar vorhersehbar – und sie verdienen es, gehört zu werden, statt einfach weggewischt zu werden. Die gute Nachricht ist: Die meisten Kinder, die «zögerlich» gestartet sind, kommen mit nur einem Satz zurück: «Wann dürfen wir wieder gehen?»
Dieser Guide soll dir helfen, dein Kind mit Geduld und Vertrauen an diese erste Erfahrung heranzuführen.



Warum dein Kind zögert (und warum das völlig normal ist)


Seien wir ehrlich: An einen unbekannten Ort zu reisen, mit Menschen, die man noch nie getroffen hat, um eine Sprache zu lernen, die man noch nicht perfekt beherrscht – das kann Angst machen. Und übrigens nicht nur Kindern. Wenn du Sätze hörst wie «Ich will nicht alleine gehen!», «Ich kenne dort niemanden» oder «Was, wenn ich keine Freunde finde?», dann wisse: Du bist mit dieser Situation nicht allein. Diese Sorgen sind keine Trotzreaktionen. Sie zeigen vielmehr, dass dein Kind versteht, was diese Erfahrung bedeutet. Das ist eigentlich ein Zeichen von Reife. Die Herausforderung ist nur: Genau diese Angst kann es davon abhalten, etwas Aussergewöhnliches zu erleben. Und hier wird deine Rolle als Elternteil entscheidend: nicht drängen, sondern begleiten. Zuhören. Ernst nehmen. Und mit konkreten Argumenten Sicherheit geben.


Die häufigsten Sorgen von Kindern (und wie du darauf reagieren kannst)

«Ich kenne dort niemanden und finde keine Freunde.»


Diese Sorge ist wahrscheinlich die häufigste – und absolut nachvollziehbar. Was dein Kind vielleicht noch nicht realisiert: Die grosse Mehrheit der Teilnehmenden reist allein an. Niemand kommt mit einer bereits bestehenden Clique. Alle starten im gleichen Boot – und genau das schafft von Anfang an eine besondere Atmosphäre.

Bei friLingue organisieren wir schon am ersten Tag Kennenlernspiele und Gruppenaktivitäten. Das Ziel ist einfach: sich vorstellen, gemeinsam lachen und andere in einem entspannten Rahmen kennenlernen. Unsere Camps begrüssen Jugendliche aus der ganzen Schweiz und auch aus dem Ausland – das macht die Begegnungen noch spannender.

Und ganz wichtig: Mobbing wird bei uns in keiner Form toleriert. Unser Team ist geschult, sofort zu reagieren, wenn sich ein Kind unwohl oder ausgeschlossen fühlt. Am Ende entstehen oft Freundschaften, die weit über das Camp hinaus bestehen bleiben.

 

Campspiele friLingue Freunde

 

«Es ist das erste Mal, dass ich alleine weg gehe – das stresst mich.»

Völlig normal. Der erste Abschied ist immer ein grosser Moment – und es ist absolut verständlich, dass er Stress auslöst. Was dein Kind beruhigen kann: Es wird nie wirklich «alleine» sein. Unser Team ist rund um die Uhr präsent, und wir achten besonders auf Kinder, die zum ersten Mal an einem Camp teilnehmen. Unsere Betreuerinnen und Betreuer erkennen diese kleinen Momente von Unsicherheit und reagieren einfühlsam und aufmerksam. Und dein Kind wird schnell merken: Es ist nicht das einzige mit diesem kleinen Knoten im Bauch am ersten Tag. Genau dieses gemeinsame Gefühl schafft oft die ersten starken Verbindungen zwischen den Teilnehmenden.


«Mein Sprachniveau ist nicht gut genug.»

Diesen Satz hören wir oft. Und genau deshalb gibt es das Camp. Niemand kommt zu friLingue, weil er oder sie schon perfekt Deutsch oder Englisch spricht. Man kommt, um zu lernen, Fortschritte zu machen und vor allem Selbstvertrauen zu gewinnen. Der Unterricht findet in kleinen Gruppen mit maximal sechs Teilnehmenden statt. So kann jede und jeder aktiv mitmachen, ohne sich in der Masse zu verlieren. Bei uns sind Fehler willkommen. Man lernt am besten durch Ausprobieren. Und falls dein Kind Unterstützung braucht, kann unser Team bei Bedarf auf Deutsch, Französisch oder Englisch erklären. Wichtig ist nur eines: den ersten Schritt zu wagen.
 

Sprachcamp Französischkurs Camp Braunwald

 

«Ich bin schüchtern, ich traue mich nicht, mitzumachen.»

Schüchterne Kinder haben bei uns ihren festen Platz. Niemand wird gezwungen, im Rampenlicht zu stehen, wenn er oder sie noch nicht bereit ist. Dein Kind darf Schritt für Schritt ankommen – im eigenen Tempo. Unser Team ist speziell darauf geschult, auch zurückhaltende Jugendliche sensibel zu begleiten. Ein Camp wie friLingue ist ein bisschen wie eine kleine Gesellschaft im Kleinen: Hier finden Denker, Träumer, Kreative, Sportliche – alle ihren Platz. Es gibt Raum für jedes Profil. Und oft sind es gerade die Schüchternen, die uns am meisten überraschen. Befreit vom Blick der gewohnten Klassenkameradinnen und -kameraden trauen sie sich plötzlich, ganz neue Seiten von sich zu zeigen.


«Was, wenn ich Heimweh bekomme?»

Heimweh kennen wir gut – und wir sind darauf vorbereitet. Es betrifft vor allem jüngere Kinder oder solche, die zum ersten Mal wegfahren. Das ist völlig normal. Unser Team sorgt für eine warme, sichere Atmosphäre. Zudem gibt es bei jedem Camp eine Kontaktmöglichkeit für Eltern, falls es nötig ist. Manchmal hilft ein kurzer Anruf nach Hause sehr. In den meisten Fällen verschwindet das Heimweh jedoch nach ein oder zwei Tagen – sobald das Kind merkt, dass es nicht allein ist, Spass hat und dieses neue Abenteuer gut meistern kann. Und genau das wird später zu einer grossen Quelle von Stolz.


«Was, wenn mir mein Zimmer oder meine Klasse nicht gefällt?»


Wir sind nicht starr. Wenn dein Kind ein Problem mit dem Zimmer oder der Klasseneinteilung hat, kann es jederzeit mit einer Betreuungsperson oder der Lehrperson sprechen. Gemeinsam finden wir eine Lösung: ein Gespräch, ein Zimmerwechsel oder bei Bedarf eine neue Gruppe. Unser Ziel ist klar: Jedes Kind soll sich wohlfühlen und seinen Aufenthalt in vollen Zügen geniessen können.

 

Sprachkurs Frühlingscamp Liddes friLingue

 

«Ich will nicht die Jüngste oder der Älteste sein.»

Diese Sorge verstehen wir gut. Deshalb werden Zimmer und Klassen nach Alter und Wohlfühlfaktor eingeteilt. Dein Kind ist von Jugendlichen umgeben, die ungefähr im gleichen Alter sind. Gleichzeitig gibt es auch gemischte Aktivitäten, bei denen Begegnungen zwischen verschiedenen Altersgruppen entstehen. Und genau das ist oft bereichernd: Ältere unterstützen Jüngere, und jede und jeder bringt etwas Einzigartiges in die Gruppe ein.


Was du als Elternteil tun kannst


Kinder brauchen vor allem eines: sich verstanden und unterstützt zu fühlen – ohne Druck. Wenn du das Camp wie eine Pflicht oder Strafe präsentierst, ist Widerstand fast garantiert. Wenn du dir jedoch Zeit nimmst, ihre Sorgen anzuhören und ruhig darauf einzugehen, vermittelst du Vertrauen. Und genau dieses Vertrauen hilft deinem Kind, den ersten Schritt zu wagen.

 

  • Sprich offen über die Ängste. Spiele sie nicht herunter. Sag deinem Kind, dass es normal ist, Respekt vor dem Unbekannten zu haben – und dass du dich in seinem Alter wahrscheinlich genauso gefühlt hättest. Diese Bestätigung ist wichtig.

  • Betone die positiven Seiten. Neue Freundschaften, Abenteuer in der Natur, Ausflüge an wunderschöne Orte, Disco- oder Karaokeabende, Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel … Es gibt so viel zu erleben. Zeig Fotos und Videos unserer Camps, damit dein Kind sich vorstellen kann, selbst dort zu sein.

  • Beziehe dein Kind in die Entscheidung ein. Wählt das Camp gemeinsam aus, schaut euch Optionen an, besprecht, was ihm oder ihr am meisten Freude machen würde. Wer mitentscheiden darf, ist deutlich motivierter.

  • Starte klein, wenn nötig. Ist dein Kind sehr unsicher, könnt ihr mit einer Woche statt zwei beginnen. Das ist eine gute Möglichkeit, die Erfahrung zu testen – und oft reicht eine Woche, damit der Wunsch entsteht, beim nächsten Mal länger zu bleiben.

 

Was Eltern berichten

Die Erfahrungen anderer Eltern sagen oft mehr als jede Beschreibung:

M.O: «Unser Sohn war im letzten Herbst zwei Wochen im Camp in Liddes und spricht noch heute jeden Tag voller Begeisterung davon. Er würde sofort wieder gehen! Als wir ihn angemeldet haben, war er zunächst alles andere als begeistert … und jetzt kann er es kaum erwarten zurückzukehren. Das sagt viel aus.»

P.O: «Unser Sohn besuchte diesen Herbst das Sprachcamp. Als ich es ihm vorschlug, war er völlig dagegen! Doch nach zwei Wochen kam er glücklich und mit vielen schönen Erinnerungen nach Hause. Manchmal brauchen Teenager einfach einen kleinen Schubs in die richtige Richtung.»

M.H: «Sehr gute Organisation. Kompetente Unterstützung bei der Buchung und sehr individuelle Betreuung im Unterricht. Sehr kleine Klassen und erfahrene Lehrpersonen. Obwohl es das erste Sprachcamp unseres Sohnes war und er noch jünger ist, hatte ich immer das Gefühl, dass er gut aufgehoben und bestens betreut ist. Er war begeistert!»


Bei friLingue schaffen wir einen sicheren und inspirierenden Raum, in dem dein Kind sprachlich, sozial und persönlich wachsen kann. Seit 2007 begleiten wir jedes Jahr Hunderte von Jugendlichen auf diesem Weg – und wir wissen: Der erste Schritt ist oft der schwierigste. Vertrau uns. Und vor allem: Vertraue deinem Kind. Es wird dich überraschen.

1 Comment

  • Eloi 3 weeks ago

    See you this spring !

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