Unsere Top 10 der besten Ausflüge in der Region Grand Saint-Bernard: Unser unabhängiges Ranking

Unsere Top 10 der besten Ausflüge in der Region Grand Saint-Bernard: Unser unabhängiges Ranking

Du bist bei friLingue im Camp in der Region Saint-Bernard und fragst dich, was man dort ausserhalb der Campaktivitäten wirklich unternehmen kann? Bei friLingue organisieren wir während unserer Camps drei Ausflüge pro Woche – wir kennen die Region also ziemlich gut. Hier sind unsere zehn Lieblingsausflüge, geordnet nach unserer persönlichen Einschätzung. Während unserer Camps unternehmen wir ausserdem Ausflüge nach Lausanne, Vevey, Montreux und Sion. Die Region selbst ist zwar überschaubar, aber sehr gut angebunden – und die Möglichkeiten für Ausflüge gehen weit über die Grenzen des Tals hinaus.

 

10. Barryland – Museum und Bernhardinerhunde

 

In Martigny lädt Barryland in einem einzigartigen Gebäude in Form eines Hundepfotenabdrucks, umgeben von 22'000 Quadratmetern Grünfläche, dazu ein, die faszinierende Welt der Bernhardinerhunde zu entdecken. Diese legendären Alpenhunde, die während Jahrhunderten im Hospiz auf dem Grossen St. Bernhard gezüchtet wurden, stehen hier im Mittelpunkt. Das Museum erzählt mit einer modernen Ausstellung ihre Geschichte, ihre Rettungseinsätze und ihre symbolische Bedeutung für die Schweiz. Das eigentliche Highlight sind aber natürlich die Hunde selbst. Rund zehn Bernhardiner leben in grosszügigen Innen- und Aussenbereichen. Man kann sie beobachten und zu bestimmten Zeiten finden interaktive Aktivitäten statt. Für Kinder ist das kaum zu übertreffen. Diese sanften Riesen verkörpern ein Stück Alpengeschichte. Es gibt ausserdem ein Restaurant und einen Shop. Barryland liegt in Martigny, direkt neben der Fondation Gianadda – beide lassen sich also gut am selben Tag besuchen. Ein echtes Muss bei einem Besuch im Wallis, besonders für alle, die Tiere und Geschichte mögen.

 

barryland sprachcamp

 

9. Fondation Gianadda – ein weltbekanntes Museum

 

Die Fondation Pierre Gianadda in Martigny ist kulturell ein absolutes Highlight. Sie wurde 1978 eröffnet und beherbergt unter anderem ein gallorömisches Museum mit den berühmten grossen Bronzen von Octodurus, dem römischen Namen von Martigny, ein Automobilmuseum mit rund fünfzig Fahrzeugen aus den Jahren 1897 bis 1939 – darunter seltene Schweizer Marken – sowie einen Skulpturenpark mit etwa vierzig Werken von KünstlerInnen wie Brancusi, Arp, César und Niki de Saint Phalle. Weltweit bekannt ist die Fondation aber vor allem für ihre wechselnden Sonderausstellungen. Picasso, Modigliani, Chagall, Schiele, Rembrandt oder Van Gogh: Mehrmals im Jahr werden hochkarätige Ausstellungen gezeigt. Auch Kinder und Jugendliche mögen das Museum, weil die Ausstellungen anschaulich und abwechslungsreich sind. Das Restaurant Le Patio des Jardins bietet eine schöne Möglichkeit, nach dem Besuch etwas zu essen. Die Fondation liegt in Martigny, rund 38 Minuten von Liddes entfernt, und ist auch mit dem Zug erreichbar. Ein erstklassiger kultureller und lehrreicher Ausflug.

 

Fondation Gianadda, „Der Denker“ von Rodin, in der Nähe des friLingue Sprachcamps

 

8. Das Artilleriefort von Champex-Lac

 

Unter dem Berg Catogne bei Champex-Lac wurde zwischen 1940 und 1943 ein Artilleriefort in den Berg gebaut. Mehr als 600 Meter unterirdische Gänge, Platz für rund 300 Soldaten und vier mit Kanonen ausgestattete Kasematten gehörten zur Anlage. Bis 1988 wurde sie von der Schweizer Armee genutzt. Heute kann man das Fort besichtigen. Es ist ein etwas surreales Gefühl, durch die betonierten Gänge zu laufen und die Kanonen, kargen Schlafräume und militärischen Einrichtungen aus dieser Zeit zu sehen. Es ist dunkel, kühl und regt zum Nachdenken an. Für Jugendliche ist es ein spannender Einblick in die Schweizer Militärgeschichte, für jüngere Kinder ein echtes unterirdisches Abenteuer. In Champex-Lac befindet sich ausserdem der Botanische Alpengarten Flore-Alpe, einer der reichhaltigsten und renommiertesten Alpengärten überhaupt, mit mehr als 4'000 Pflanzenarten. Da sich alles in Champex-Lac befindet, lässt sich der Besuch problemlos mit einem Ausflug zum See, Schlittschuhlaufen im Winter oder Pedalofahren im Sommer kombinieren.

 

Artilleriefort Champex, in der Nähe von friLingue St. Bernard

 

7. Die Durnand-Schlucht – eine der schönsten Europas

 

Die Durnand-Schlucht wurde bereits 1877 erschlossen und 1987 vollständig renoviert. Sie wird von valais.ch zu den zehn schönsten Schluchten Europas gezählt – vielleicht nicht die neutralste Quelle für diese Bewertung, aber eines ist sicher: Die Schlucht ist definitiv einen Besuch wert. Zuerst führt ein idyllischer kleiner Weg vorbei an Heidelbeeren und Walderdbeeren. Plötzlich verwandelt sich der Weg in einen Parcours aus an den Felswänden befestigten Holzstegen und Treppen – insgesamt 330 Stufen. Unter dir rauscht, schäumt und wirbelt der Durnand-Bach durch eine Folge von vierzehn Wasserfällen, einer beeindruckender als der andere. Zwischen den dunklen Felswänden bleibt vom Himmel nur noch ein schmaler blauer Streifen sichtbar. Für Hin- und Rückweg solltest du ungefähr eine Stunde einplanen. Für Kinder ab etwa acht Jahren ist der Weg gut machbar, solange sie keine starke Höhenangst haben. Die Schlucht liegt bei Bovernier, ungefähr dreissig Minuten von Liddes entfernt, und ist ein typischer Sommerausflug. Geöffnet ist sie normalerweise von Mai bis Oktober, abhängig von den Wetterbedingungen.

 

Gorges du Durnand, in der Nähe des friLingue Sprachcamps

 

6. Wanderung zum Grossen St. Bernhard

 

Auf 2473 Metern Höhe liegt der Grosse St. Bernhard, einer der geschichtsträchtigsten Alpenpässe überhaupt. Im Mittelalter überquerten ihn Pilger auf dem Weg nach Rom. Napoleon zog mit seiner Armee über den Pass. Noch heute empfängt das Hospiz aus dem 11. Jahrhundert Reisende und BesucherInnen. Im Hospiz des Grossen St. Bernhard gibt es ein Museum, eine barocke Kirche und Sammlungen zur Naturgeschichte der Region. Vor allem im Sommer leben dort auch Bernhardinerhunde. Vom Pass aus führen verschiedene Wanderungen in die Umgebung. Eine der bekanntesten führt zu den Lacs de Fenêtre – drei Bergseen auf einem blumenreichen Hochplateau auf rund 2500 Metern mit spektakulärer Aussicht auf den Mont Blanc und die umliegenden Gipfel. Die Wanderung ist körperlich etwas anspruchsvoller, aber für Kinder, die Wanderungen in den Bergen gewohnt sind, gut machbar. Es ist eine richtige Wanderung und kein Spaziergang – aber die Aussicht ist jeden Schritt wert.

 

Grosser St. Bernhard-Pass

 

5. IRTAG – Lasergame im Wald

 

IRTAG ist Lasergame mitten in der Natur und im Wald – eine Mischung aus moderner Technologie und alpiner Umgebung. Du bekommst ein Lasergewehr, eine kurze Einführung in die Spielregeln und schon geht es zwischen den Bäumen los mit einem strategischen Teamspiel gegen deine Campfreunde. Es macht Spass, verlangt Konzentration und Teamwork. Kinder lieben es, weil es etwas Besonderes ist, spielerisch bleibt und für jede Menge Adrenalin sorgt – ohne die Risiken eines echten Kampfspiels.

 

IRTAG, Lasergame im Wald

 

4. Zoo des Marécottes – der höchstgelegene Zoo Europas

 

Auf 1110 Metern Höhe, mitten in einem Lärchenwald, liegt der Zoo des Marécottes – der höchstgelegene Zoo Europas. Das klingt vielleicht zunächst wie eine Randnotiz, ist aber durchaus besonders, denn hier erlebt man die alpine Tierwelt in einer Umgebung, die ihrem natürlichen Lebensraum sehr nahekommt. Wölfe, Luchse, Schwarzbären, Hirsche, Murmeltiere, Füchse und sogar Steinböcke leben in grosszügigen Gehegen, die ihre natürlichen Lebensräume nachbilden. Die Luchse Alex und Petruschka gehören mit ihren eindrucksvollen Augen und ihrem wilden Erscheinungsbild zu den Stars des Zoos. Der Park umfasst rund 35'000 Quadratmeter Natur. Es gibt ein Restaurant im lappländisch-finnischen Stil, eine Pizzeria und Picknickplätze. Ein besonderes Highlight ist das Naturbad: Es wurde direkt in den Fels gebaut, wird mit Solarenergie beheizt und ist im Sommer geöffnet. Baden mitten in den Bergen mit Blick auf die Alpen ist definitiv ein besonderes Erlebnis. Der Zoo liegt rund fünfzehn Autominuten von Martigny entfernt und ist auch mit dem Zug erreichbar. Wir empfehlen diesen Ausflug besonders Tier- und Naturfans – und bringen im Sommer selbst gerne unsere Campkinder hierher.

 

Zoo des Marécottes, in der Nähe des friLingue Sprachcamps für Kinder

 

3. Aosta entdecken – das Rom der Alpen

 

Streng genommen liegt Aosta natürlich nicht mehr im Saint-Bernard-Tal, sondern in Italien. Es ist aber so nah, dass es inzwischen zu unseren Lieblingsausflügen gehört. Über den Grossen St. Bernhard geht es über die Grenze und direkt ins Aostatal. Die Stadt selbst wurde bereits 25 v. Chr. von den Römern unter dem Namen Augusta Praetoria gegründet. Rund 2'000 Jahre später sind noch zahlreiche Spuren davon sichtbar. Der Augustusbogen aus dem Jahr 25 v. Chr. steht noch heute und ist 11,5 Meter hoch. Das römische Theater mit seiner 22 Meter hohen Fassade und den zahlreichen Bögen ist ein Meisterwerk provinzialrömischer Architektur. Auch der Cryptoporticus, eine unterirdische gewölbte Galerie, ist bis heute faszinierend. Dazu kommt die römische Brücke über den Buthier, die bereits seit dem ersten Jahrhundert besteht. Kinder mögen diesen direkten Einblick in die römische Geschichte besonders. Und am Abend? Dann geht es in eine kleine Trattoria im Zentrum für echte italienische Pizza. Aosta liegt rund vierzig Minuten von Liddes entfernt und verbindet Kultur, Geschichte und gutes Essen perfekt miteinander.

 

Aosta in Italien

 

2. Seilpark Sentier Suspendu in La Fouly

 

Das Val Ferret ist ein abgeschiedenes Alpental am Ende der Region Saint-Bernard. Ganz hinten im Tal, mitten in einem Lärchenwald, befindet sich der Seilpark Sentier Suspendu de la Fouly. Seit 2011 begeistert dieser Hochseilgarten alle, die ein bisschen Nervenkitzel suchen. Es gibt vier Parcours mit insgesamt 48 Hindernissen, darunter 13 Seilrutschen. Ein modernes Sicherungssystem mit Safe Roller und durchgehender Sicherungslinie sorgt für maximale Sicherheit, während du dich zwischen den Bäumen bewegst und rundherum die imposanten Alpengipfel aufragen. Der grüne Parcours eignet sich bereits für Kinder ab vier Jahren, die erste Erfahrungen sammeln möchten. Wer mutiger ist, kann sich je nach Niveau an den orangefarbenen, roten oder schwarzen Parcours wagen. Zusätzlich gibt es einen Spielplatz mit Rutsche und Kletterwand. La Fouly liegt rund vierzig Minuten von Liddes entfernt. Ein kleiner Abstecher mitten in die Natur, der schnell erklärt, warum dieses Tal Wanderer aus aller Welt anzieht – La Fouly liegt übrigens auch an der berühmten Route des Tour du Mont Blanc.

 

Kletterpark La Fouly, ein beliebter Ausflug bei friLingue

 

1. Schlittschuhlaufen auf dem gefrorenen Champex-Lac

 

Zum Schluss kommt unser klarer Favorit. Champex-Lac ist ein alpines Juwel auf 1470 Metern Höhe und wird wegen seiner Wälder und Holzchalets auch als „kleines Kanada der Schweiz“ bezeichnet. Im Winter entfaltet der Ort seinen ganz besonderen Zauber, wenn der See zufriert. Auf dem natürlichen Eis zu gleiten, umgeben von Bergen und begleitet von der Ruhe der Alpen, ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Natürlich müssen die Bedingungen stimmen. Der See friert nur dann ausreichend zu, wenn die Temperaturen tief genug sind und das Eis mindestens zehn Zentimeter dick ist. Vor einem Besuch prüfen wir deshalb immer die aktuellen Angaben des Tourismusbüros. Und im Sommer? Dann verwandelt sich Champex-Lac in ein ganz anderes Ausflugsziel. Man kann Pedalo fahren, Stand-up-Paddling ausprobieren oder rund um den See wandern. Champex-Lac liegt etwa dreissig Minuten von Liddes entfernt und ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

 

Eislaufen in Champex-Lac, ganz in der Nähe des friLingue Sprachcamps

 

Fazit

 

Das waren unsere zehn Lieblingsausflüge in der Region Saint-Bernard – genau die Orte, die wir auch besonders gerne mit unseren Campteilnehmenden besuchen. Die Region Saint-Bernard hat sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt: unberührte Wälder, alpine Gletscher, Geschichten, die bis in die Antike zurückreichen, legendäre Hunde, echte Bergwanderungen und spannende Museen. Genau das macht diese Region so besonders. Und deshalb lohnt sich ein Besuch zu jeder Jahreszeit. Genau aus diesem Grund organisieren wir hier auch so gerne unsere Camps: Eine Sprache zu lernen, Fortschritte beim Skifahren zu machen oder beim Wandern über sich hinauszuwachsen, macht einfach noch mehr Freude, wenn man von einer authentischen und lebendigen Berglandschaft umgeben ist. Bis bald bei einem Abenteuer in der Region Saint-Bernard!

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